Lena Schätte

Ingeborg-Bachmann-Preis / TddL 2026

Der Ingeborg-Bachmann-Preis geht an die deutsche Autorin Lena Schätte, eingeladen von Thomas Strässle. Den 3sat-Preis bekommt Magdalena Schrefel, der Deutschlandfunk-Preis geht an Ozan Zakariya Keskinkilic. Der BKS Bank Publikumspreis mit dem Preis des Festivalschreibers bzw. der Festivalschreiberin beim Carinthischen Sommer geht ebenfalls an Lena Schätte. Der KELAG-Preis geht an Kinga Toth.

Thomas Strässle sagte in seiner Laudatio, es gehe um die Freundschaft zweiter Mädchen, die zusammenfinden, weil sie die dicksten Mädchen an der Schule seien. Die Tochter wird von der Mutter geschlagen und bekommt Geld für jedes abgenommene Kilo, denn das Gewicht sei auch das Thema der Mutter gewesen. Es gehe um die Thematik der Ausgrenzung und Selbstbehauptung. „Die Sprache ist in ihrer Schönheit und Schlichtheit unübertrefflich.“

3sat-Preis für Magdalena Schrefel
Die österreichische Autorin Magdalena Schrefel las auf Einladung von Laura de Weck den Text „KIRSCHEN, HERZ MIT VERBAND“ über eine Krebserkrankung. Der 3sat-Preis wurde verliehen von der 3sat-Koordinatorin Natalie Müller-Elmau. Die Laudatio hielt die einladende Jurorin Laura de Weck. Sie sagte, sie freue sich sehr und stellte die Frage, was ist Literatur. Schrefel gehe in ihrem Text über eine krebskranke Frau auf die Suche nach der Formulierung. Sie gebe Einblick in das Ringen mit einer Krankheit, die jede acht Frau betreffe. Danke für den „meisterhaften Text“.

Deutschlandfunk-Preis an Ozan Zakariya Keskinkilic
Der Deutschlandfunkpreis, dotiert mit 12.500 Euro, geht an den deutschen Autor Ozan Zakariya Keskinkilic für seinen Text „Vater ohne Sohn“, eingeladen von Mara Delius. Der Preis wurde vergeben vom Intendanten des Deutschlandradios, Stefan Raue. Die Laudatio hielt Mara Delius für „ihren“ Autor. Der Text traue sich, die großen Fragen aufzuwerfen, Schuld und Vergebung, Glaube und Zweifel. Der Autor sagte, er freue sich darauf, zu feiern.

BKS Bank Publikumspreis für Lena Schätte
Die deutsche Autorin Lena Schätte überzeugte mit ihrem Text das Publikum, das sie mit dem BKS Bank Publikumspreis belohnte. Ihr Text „Was wir tragen“ wurde eingeladen von Thomas Strässle. Der Preis wird übergeben von BKS Bank Vorständin Renata Maurer-Nikolic und Nadja Kayali, Intendantin des Carinthischen Sommers. Der Preis ist dotiert mit 7.000 Euro und zusätzlich 3.000 Euro für die Position der Festivalschreiberin.

KELAG-Preis an Kinga Toth und „OstblockMädl“
Der Text der Ungarin Kinga Toth wurde eingeladen von Brigitte Schwens-Harrant. Der Preis wurde verliehen von KELAG-Vorstand Reinhard Draxler. Während der Laudatio weinte die Autorin überwältigt. Schwens-Harrant sagte, wer Kinga Toth einmal gelesen habe, werde sie nicht mehr vergessen. „Sie gibt Frauen Sprache und Gesicht zurück.“ Der KELAG-Preis ist dotiert mit 15.000 Euro.

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