KOSTBARKEITEN

  • Thomas Mann Buddenbrooks Erstausgabe

    Antiquarische Kostbarkeit im Maurits

    Vor 125 Jahren ist „Buddenbrooks“ in zwei Bänden bei S. Fischer erschienen. Vorab bat Samuel Fischer mit dem Hinweis, so umfangreiche Romane würden weniger gelesen, seinen Jungautor den Text um die Hälfte zu kürzen. Thomas Mann lehnte dies vehement ab und so erschien der Roman in zwei Bänden in einer Auflage von 1000 Exemplaren. 1929 bekam Thomas Mann ausdrücklich für die Buddenbrooks den Nobelpreis, was ihn durchaus ärgerte. Auf dem Bild zu sehen eines dieser ersten Exemplare der Erstauflage. Äußerst selten!

  • Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften Bd. 1 und 2

    Berlin, Rowohlt, 1931 , 1933

    8°, 1074 (2) u. 605 (3) S., Farbkopfschnitt, Einbd. in hellbeigen sauberen Leinen fachmännisch fest nachgebunden mit aufgeklebtem OTitel- und ORückenschildchen, mit neuem sauberen Vorsatzpapieren.

    Bd. 1 (1.-5. Tausend) bis zum Titelblatt leicht wellig, insgesamt wenig gebräunt und wellig, dem Papier geschuldet. Bd. 2 (1.-5. Tausend), wenig gebräunt, guter Zustand, wegen besserem Papier als Bd. 1
    Beide Bände in ersten Auflagen. Im Jahr 1943 erschien noch ein dritter Band aus dem Nachlass.

    Preis auf Anfrage

  • Buchcover Theodor W. Adorno, Minima Moralia, Erstausgabe 1951

    Theodor W. Adorno: Minima Moralia / Erstausgabe von 1951

    „Minima Moralia“ von Theodor W. Adorno gehört zu den bedeutendsten philosophischen Werken des 20. Jahrhunderts. Das zwischen 1944 und 1947 im amerikanischen Exil entstandene Buch trägt den Untertitel „Reflexionen aus dem beschädigten Leben“ und versammelt aphoristische Beobachtungen über Alltag, Kultur, Politik und Gesellschaft nach der Erfahrung der Nationalsozialistischen Schreckensherrschaft & der Shoa. Adorno beschreibt darin eine Welt, in der selbst Privatleben, Sprache und zwischenmenschliche Beziehungen von den Zwängen kapitalistischer Massengesellschaft geprägt und deformiert sind.
    Das Werk steht im Zentrum der sogenannten Frankfurter Schule, deren Kritische Theorie versuchte, Marxismus, Psychoanalyse und Kulturkritik miteinander zu verbinden. Gemeinsam mit Denkern wie Max Horkheimer analysierte Adorno die Widersprüche der modernen Gesellschaft und die Mechanismen ideologischer Herrschaft. „Minima Moralia“ ist dabei weniger systematische Philosophie als literarisch verdichtete Zeitdiagnose: kurze, oft scharf formulierte Texte, die das Zerbrechen humanistischer Gewissheiten im 20. Jahrhundert spiegeln.
    Geistesgeschichtlich markiert das Buch einen Wendepunkt. Nach den Katastrophen des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs erschien der Fortschrittsglaube der europäischen Moderne zutiefst erschüttert. Adornos Denken verbindet philosophische Traditionen von Georg Wilhelm Friedrich Hegel bis Karl Marx mit moderner Kulturkritik und beeinflusste spätere Debatten über Konsumgesellschaft, Medienkultur und Entfremdung nachhaltig. Bis heute gilt „Minima Moralia“ als Schlüsselwerk kritischen Denkens und als eindringliches Dokument intellektueller Selbstbefragung im Zeitalter der Krise.

    [ADORNO, THEODOR W.: Minima Moralia; Suhrkamp, 1. Auflage 1951, Gestaltung: Georg A. Mathéy, LN m. SU, Fadenheftung, 481 Seiten]

    Sauberes Exemplar, ohne Anstreichungen, ungelesen. Die hier abgebildete Erstausgabe mit gut erhaltenem Schutzausschlag ist äußerst selten: Preisauskunft auf ANFRAGE…

    Die hier abgebildete Erstausgabe mit gut erhaltenem Schutzausschlag ist äußerst selten: Preisauskunft auf ANFRAGE…

    Preisauskunft