Autor: Uli Ormanns

  • Thomas Mann Buddenbrooks Erstausgabe

    Thomas Mann Buddenbrooks Erstausgabe

    Antiquarische Kostbarkeit im Maurits Vor 125 Jahren ist „Buddenbrooks“ in zwei Bänden bei S. Fischer erschienen. Vorab bat Samuel Fischer mit dem Hinweis, so umfangreiche Romane würden weniger gelesen, seinen Jungautor den Text um die Hälfte zu kürzen. Thomas Mann lehnte dies vehement ab und so erschien der Roman in zwei Bänden in einer Auflage…

  • Lieblingsbuch des unabhängigen Buchhandels

    Lieblingsbuch des unabhängigen Buchhandels

    Das Lieblingsbuch der unabhängigen Buchhändler:innen ist „Die Riesinnen“ von Hannah Häffner. Von Agnesbuchhändlerin Doris Hecker sehr gerne gelesen. Unsere Favoritinnen waren „Nelka“ von Svenja Leiber und „Magisch“ von Annika Büsing, die am 4.11. in der Agnes-Buchhandlung lesen wird (leider schon ausverkauft). Nominiert waren noch „Pina fällt aus“ von Vera Zischke und „Guten Morgen, schönes Wetter…

  • Deutscher Buchpreis 2026 an „Lücken“ von Shida Bazyar

    Deutscher Buchpreis 2026 an „Lücken“ von Shida Bazyar

    Jurybegründung: Heimisch in Heimesbach – kann man das sein? Der Roman „Die Lücken“ von Shida Bazyar reflektiert anhand einzelner Figurenschicksale fast 100 Jahre ambivalenten deutschen Lebens. Es waren Nachbarn, die zusahen, wie jüdische Menschen aus den Straßen verschwanden. Es sind Nachbarn, die Entscheidungen treffen, ob Menschen mit Migrationsgeschichte sich zu Hause fühlen. Die Autorin wählt…

  • Der Jill

    Der Jill

    Der Jill läuft von Morgen bis zum Abend ohne Pause immer genau 3 Zentimeter über der Erde + von hier nach da + dann von da wieder nach hier + niemals geht er irgendwie schneller oder langsamer: kluge Leute stellen nach ihm die Uhr + manche versuchen es ihm gleich zu tun, weil sie glauben,…

  • Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften Bd. 1 und 2

    Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften Bd. 1 und 2

    Berlin, Rowohlt, 1931 , 1933 8°, 1074 (2) u. 605 (3) S., Farbkopfschnitt, Einbd. in hellbeigen sauberen Leinen fachmännisch fest nachgebunden mit aufgeklebtem OTitel- und ORückenschildchen, mit neuem sauberen Vorsatzpapieren. Bd. 1 (1.-5. Tausend) bis zum Titelblatt leicht wellig, insgesamt wenig gebräunt und wellig, dem Papier geschuldet. Bd. 2 (1.-5. Tausend), wenig gebräunt, guter Zustand,…

  • Konrad Staisch: Das, was da ist

    Konrad Staisch: Das, was da ist

    Die Stiftung Buchkunst hat 2026 einige Bücher ausgezeichnet. Dabei wird besonderer Wert auf die Korrespondenz von Inhalt und Gestaltung gelegt. Dieses ist eines der Bücher mit dem nützlichsten Inhalt. Es zeigt, wie wir unsere Sachen einfach reparieren können.Vielleicht um damit nie vermutete eigene Talente offenlegen.Reine Buchschönheit zum Anschauen. (UO) ISBN 9783947596249 Ankerwechsel Verlag, März 2026…

  • 14.10.2026 – 20 h – Thea Mantwill – Gescheiterte Sterne – in der Agnes-Buchhandlung

    14.10.2026 – 20 h – Thea Mantwill – Gescheiterte Sterne – in der Agnes-Buchhandlung

    Thea Mantwill liest aus ihrem neuen Roman Gescheiterte Sterne, Moderiert von Thekla Liebmann.

    Ariane und Sam versuchen seit ihrer Kindheit gemeinsam, ihren Platz in einer unwirtlichen Stadt zu finden. Die Wohnungslosigkeit hat ein solches Ausmaß angenommen, dass viele Menschen – auch solche, die Arbeit haben – auf die stark begrenzten öffentlichen Schlafräume der Stadt zurückgreifen müssen.
    Nur wenige können sich eine Übernachtung in privaten Schlafhotels leisten. Eigene Wohnungen sind der Elite vorbehalten. Da Sam auf der ID-Karte nicht zu erkennen ist, auf der obendrein nur zwei Geschlechter zur Verfügung stehen, sind den beiden fast alle Türen versperrt. Sie verbringen ihre Nächte also in Bussen und finden Schlaf, während sie durch die Stadt gefahren werden. Tagsüber führt Ariane ein von außen betrachtet normales Leben und hat einen Büro-Job, den sie zwar verabscheut, der den beiden aber immerhin ein geringes Maß an Sicherheit garantiert.
    Eines Tages findet Sam eine Unterkunft bei Menschen, denen es gelingt, am System vorbeizuleben, und Ariane bleibt allein zurück. Sie beginnt, ihr spärliches Erspartes für temporäre Zimmer auszugeben und lebt weit über ihren Verhältnissen, flüchtet sich von einer Übergangssituation in die nächste. Schließlich kündigt sie ihren Job, wird Kindermädchen bei einer reichen Familie, folgt auf ihrer Suche anderen in ihre Häuser und Betten und versucht einen Ort zu finden, an dem sie bleiben kann und will – getrieben von einem Hunger auf das Leben, der ihr Angst und Hoffnung zugleich macht.

    Mittwoch, 20. Oktober 2026 / BEGINN: 20:00 / EINLAß: 19:30 / EINTRITT: € 15.-/12.-

  • Buchempfehlung, Rezension

    Gregor Sander: Troja, später Nachmittag

    Ein außergewöhnliches Leben: Als fünftes von neun Kindern wächst Heinrich Schliemann als Sohn eines gewalttätigen Pastors auf. Aus finanziellen Gründen muss er die Schule frühzeitig verlassen. Doch der hochbegabte und eigensinnige Junge hat große Träume. Mit großem Ehrgeiz und unerschütterlichem Willen arbeitet er sich aus der Enge seiner Herkunft empor und wird unermesslich reich. Mit großer erzählerischer Freiheit und spürbarer Freude am Fabulieren schildert der Autor, wie aus dem Sprachgenie und Geschäftsmann der zugleich gefeierte wie umstrittene Archäologe Heinrich Schliemann wird. Entstanden ist eine humorvolle und sprachgewaltige Abenteuergeschichte, in der die große Liebe seines Lebens den Antrieb zu all dem bildet.
    ISBN 9783328605089 Penguin Verlag, August 2026, 320 Seiten, Geb. mit SU, 24 €

  • Toni Tulathimutte: Fiasko

    Toni Tulathimutte: Fiasko

    Achtung! Eine Zumutung und Herausforderung.
    „Fiasko“ ist ein scharfes, verstörendes und zugleich komisches Sittenbild der digitalen Gegenwart: sieben lose verknüpfte Erzählungen über Zurückweisung, Begehren und die Suche nach Anerkennung in einer Welt aus Dating-Apps, Gruppenchats und ideologischen Online-Debatten. Das Buch trifft den Ton der Internetkommunikation erstaunlich präzise und zwingt die Lesenden immer wieder zum Wechsel zwischen Abscheu, Schadenfreude und Mitgefühl.
    Im Zentrum stehen Figuren, die an Liebe, Sex oder sozialer Zugehörigkeit scheitern und ihre Kränkung zunehmend in Obsession, Selbsthass oder ideologische Härte übersetzen. Tulathimutte zeigt, wie Zurückweisung selten als klares „Nein“ kommt, sondern als schleichender Entzug von Aufmerksamkeit, der Identität und Verhalten prägt.
    Sprachlich ist „Fiasko“ beweglich und virtuos: Tulathimutte montiert Chats, Forenposts, E-Mails und metafiktionale Kniffe zu einem bitterkomischen Panorama emotional verwahrloster Milieus. Die Übertreibungen wirken teils abstoßend, sind aber essenziell für den satirischen Charakter; sie machen das Buch zu einem Experimentierfeld für Identitätspolitik, Zugehörigkeitsdruck und die Schrullen liberaler Blasen.
    EAN: 9783423285773
    Fiktionen | Rejection.
    Übersetzt von Jan Schönherr, Stefanie Ochel, Stefanie Jacobs
    dtv Verlagsgesellschaft

    August 2026 – 384 Seiten